nuit blanche
Vor einigen Jahren verfolgten noch unsere Mütter jeden unserer Schritte mit der Kamera, um möglichst alle Einzelheiten unseres Lebens in Ultra-Slow-Motion einzufangen. Obwohl die Resultate oft schön waren- ohne jede ernsthafte Motivation- die Übung fehlte. Aber wenn eine Slow-Motion-Kameraführung professionell ist- das ist schon was anderes, oder?
Nuit Blanche ist ein Schwarz/Weiß-Kurzfilm von Spy Films´ Director Arev Manoukian, der überraschend brachial den Moment der ersten Begegnung zweier Fremder darstellt. Magnetisch voneinander angezogen, sind selbst Glasscheiben und schnelle Autos kein Hindernis um zueinander zu gelangen.
Der gesamte Film ist in Slow-Motion erzählt, mit skulpturalen Explosionen von Glas und Wasser, inmitten derer die zwei Möchtegern-Liebenden wie durch „himmlische Spinnenfäden“ bewahrt bleiben. Die ausgedehnten Sekunden spiegeln das gegenseitige Verlangen der Charaktere wider und die Zeit selbst scheint Ausdruck für ihre schmerzlichen Sehnsüchte zu sein.
Vom Produktionshaus, das der Welt Alive in Joburg und Terminus bescherte- Spy Films ist nun zurück mit dem umwerfenden, wenn auch kurzen, Nuit Blanche.
Making of
